Aus mir heute nicht mehr verständlichen Gründen kürze ich zwischen St Oswald und Liebenau über den E8 ab. Der E6 wäre von St Oswald hoch nach Karlstift und von dort das Stück zurück nach Liebenau verlaufen. Vom Karlstift hätte man das kurze Stück zum Nebelstein wandern können. Alles zusammen ein Tag mehr, mit dem Nebelstein zwei Tage. Doch mich drängte es weiter, ich wollte die Berge erreichen.
Die Hügel im Südosten werden nun unruhiger, filigraner, die Gipfel kleiner und runder und spitzer. Dazwischen lauter Höfe und kleine Dörfer, die nach Kuh und Mist riechen. Die Wiesen hingegen sind Kuhfrei. Ich vermute die Höfe haben mehr als 50 Tiere und da können die Viecher nicht mehr einfach so auf die Weise, die Logistik fordert ihren Tribut. Heute waren alle Wiesen gemäht und voll Mist. 35 Kilometer nur Mist in der Nase.
Und dann, in Liebenau, Frieden in den Hügeln.
Im Tal, nicht zu sehen, St Oswald, und dann der Braunberg (der Hügel rechts).
Hügel und noch mehr Hügel.
Große Steine sind hier Fluch und Segen. In Höfen und Kirchen sind sie vermauert, manchmal liegen in in kleinen oder großen Haufen zusammen mit Grünabfall am Feldrand, und manchmal wurden aus Riesen Steinen Wälle gebaut, die mit Gestrüpp bewachsen sind. Ich habe es versäumt ein Foto von so einem Steinwall zu machen. Die Seine in diesen Wällen sind riesig. Die Einheimischen mussten damals bestimmt jedes mal das ganze Dorf zur Hilfe nehmen, um einen Stein aus dem Feld zum Wall zu schleppen. Oder die Römer.
Zwischen dem Braunberg und Liebenau laufe ich den E8, der sich hinter dem Wanderweg 170 versteckt. Ab morgen laufe ich dann wieder den E6, der auf einer Schleife nach Norden den Rest des Nordwaldkammwegs abgeschüttelt hat und nun weiter nach Südosten und Süden führt, zur Donau und weiter nach Mariazell.
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